FDP: Planänderung für die Prinzbrücke keine gute Entwicklung

Ulrich Eckervogt

Ulrich Eckervogt

 „Die größte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer wird allein durch den zwischen Stadt und Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) bisher einvernehmlich vorgesehenen Neubau einer separaten Fußgänger- und Radfahrerbrücke neben der Hiltruper Prinzbrücke  erreicht“. Ulrich Eckervogt, der die FDP in der Bezirksvertretung Hiltrup vertritt, kann seinen Ärger über das jetzt im Rat mehrheitlich unterstützte Umschwenken auf einen Komplettneubau der maroden Brücke zur gemeinsamen Nutzung nicht verbergen.

Für ihn gibt es derzeit noch zu viele ungelöste Probleme. „Was geschieht zum Beispiel mit den Anliegern an den  Auffahrtsrampen zur Prinzbrücke, wenn das neue Bauwerk um einen Meter höher sein muss als die alte Brücke? Und wie erreichen die Radfahrer dann diese Höhe?“  Die Auffahrt auf die Brücke durch den Tunnel unter der Bahnstrecke sei jetzt schon steiler als die geforderten sechs Prozent. „Eine Prüfung dieser und weiterer Aspekte im Vorfeld eines neuen Beschusses wäre sicherlich besser gewesen

 „Die Sorge der Verantwortlichen vor einer möglichen Klagewelle wegen der geplanten Abholzung des Wäldchens, das dem Auffahrtsohr weichen müsste, kann kein Argument für diese veränderte Planvariante sein“, so Eckervogt. „Denn wer sich an der fehlenden Ausgleichsfläche für diesen Wald stößt, der müsste konsequent auch nach Ersatzpflanzungen für die vorgesehene, kilometerlange Versiegelungen des Kanalseitenwegs als Radstrecke fragen“. Jörg Berens, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion, versteht den Unmut: „Wir haben im Rat – leider vergeblich – versucht, die Planungsänderung noch einmal  in der Bezirksvertretung diskutieren zu lassen“. Bereits im Herbst soll das Verfahren zum Brücken-Neubau nun durch das WSA eingeleitet werden.

„Wir können nur dringend  hoffen, dass die neue Kanalquerung ausreichend Raum für das Nebeneinander der Verkehrsteilnehmer bieten wird“, sehen beide Politiker besorgt auf die weitere Entwicklung. Eckervogt: „Der Stadtteil braucht angesichts der neuen Baugebiete in Hiltrup-Ost eine sichere Lösung für die Mehrheit der Bürger und keine Kehrtwende der Rathausmehrheit nach britischem Vorbild, wir stimmen ab, bis uns das Ergebnis passt“.

2019-07-09T12:03:15+00:00 09. Juli 2019|